Nachhaltigkeit zum Anfassen: Gemeinsames Schrauben beim Repair-Café in Geislingen
GEISLINGEN – In einer Welt, in der „Wegwerfen“ oft einfacher scheint als „Bewahren“, setzt das Mehrgenerationenhaus (MGH) in Geislingen jeden ersten Montag im Monat ein klares Zeichen für die Gemeinschaft und die Umwelt.
Wenn der Toaster wieder glüht
Es ist Montagnachmittag. Der Duft von frischem Kaffee mischt sich mit dem Geruch von Lötzinn. Am großen Tisch im MGH herrscht konzentrierte Betriebsamkeit. Vor Rentner Hans-Joachim liegt ein alter Röhrenradio,
das den Dienst verweigert hat. Neben ihm sitzt die junge Studentin Sarah, deren Lieblingslampe einen Wackelkontakt hat.
Das Konzept des Repair-Cafés ist so simpel wie genial: Ehrenamtliche Fachleute und Bastler helfen Besuchern dabei, defekte Alltagsgegenstände wieder instand zu setzen. Ob klackernde Kaffeemaschinen,
streikende Laptops oder Fahrräder mit Achterschliff – repariert wird alles, was man unter dem Arm herbeitragen kann.
Mehr als nur Werkzeug und Schrauben
„Es geht uns nicht nur um die Technik“, erklärt einer der Organisatoren, während er behutsam ein Gehäuse öffnet. „Es geht um das soziale Miteinander.“ Während die Schraubendreher rotieren,
entstehen Gespräche. Hier treffen Generationen aufeinander, die im Alltag oft aneinander vorbeigehen.
„Hier wird nicht nur Altes heil gemacht, hier werden auch neue Kontakte geknüpft,“ so eine Besucherin bei einem Stück Kuchen. „Man hilft sich gegenseitig, lernt voneinander und am Ende geht
man mit einem funktionierenden Gerät und einem Lächeln nach Hause.“
Hilfe zur Selbsthilfe
Das Repair-Café versteht sich dabei nicht als kostenloser Reparaturdienstleister, sondern als Hilfe zur Selbsthilfe. Die Besitzer der Gegenstände schauen den Profis über die Schulter oder legen selbst Hand an. Das Ziel:
Ein Bewusstsein für den Wert von Dingen schaffen und den Müllberg ein kleines Stück schrumpfen lassen.
Informationen für Besucher:
Wann: Jeden ersten Montag im Monat.
Wo: Mehrgenerationenhaus Geislingen.
Was: Elektrogeräte, Kleidung, Spielzeug, Fahrräder und mehr.
Kosten: Die Reparatur ist kostenlos, über eine kleine Spende und das Mitbringen von guter Laune freut sich das Team.
Fazit: Das Repair-Café in Geislingen beweist eindrucksvoll, dass ein kaputter Schalter noch lange kein Grund für die Mülltonne ist – und dass die beste Reparatur meistens die ist, die man gemeinsam bei einer Tasse Kaffee erledigt. clipscityplus.com 02.05.26
GEISLINGEN – In einer Welt, in der „Wegwerfen“ oft einfacher scheint als „Bewahren“, setzt das Mehrgenerationenhaus (MGH) in Geislingen jeden ersten Montag im Monat ein klares Zeichen für die Gemeinschaft und die Umwelt.
Wenn der Toaster wieder glüht
Es ist Montagnachmittag. Der Duft von frischem Kaffee mischt sich mit dem Geruch von Lötzinn. Am großen Tisch im MGH herrscht konzentrierte Betriebsamkeit. Vor Rentner Hans-Joachim liegt ein alter Röhrenradio,
das den Dienst verweigert hat. Neben ihm sitzt die junge Studentin Sarah, deren Lieblingslampe einen Wackelkontakt hat.
Das Konzept des Repair-Cafés ist so simpel wie genial: Ehrenamtliche Fachleute und Bastler helfen Besuchern dabei, defekte Alltagsgegenstände wieder instand zu setzen. Ob klackernde Kaffeemaschinen,
streikende Laptops oder Fahrräder mit Achterschliff – repariert wird alles, was man unter dem Arm herbeitragen kann.
Mehr als nur Werkzeug und Schrauben
„Es geht uns nicht nur um die Technik“, erklärt einer der Organisatoren, während er behutsam ein Gehäuse öffnet. „Es geht um das soziale Miteinander.“ Während die Schraubendreher rotieren,
entstehen Gespräche. Hier treffen Generationen aufeinander, die im Alltag oft aneinander vorbeigehen.
„Hier wird nicht nur Altes heil gemacht, hier werden auch neue Kontakte geknüpft,“ so eine Besucherin bei einem Stück Kuchen. „Man hilft sich gegenseitig, lernt voneinander und am Ende geht
man mit einem funktionierenden Gerät und einem Lächeln nach Hause.“
Hilfe zur Selbsthilfe
Das Repair-Café versteht sich dabei nicht als kostenloser Reparaturdienstleister, sondern als Hilfe zur Selbsthilfe. Die Besitzer der Gegenstände schauen den Profis über die Schulter oder legen selbst Hand an. Das Ziel:
Ein Bewusstsein für den Wert von Dingen schaffen und den Müllberg ein kleines Stück schrumpfen lassen.
Informationen für Besucher:
Wann: Jeden ersten Montag im Monat.
Wo: Mehrgenerationenhaus Geislingen.
Was: Elektrogeräte, Kleidung, Spielzeug, Fahrräder und mehr.
Kosten: Die Reparatur ist kostenlos, über eine kleine Spende und das Mitbringen von guter Laune freut sich das Team.
Fazit: Das Repair-Café in Geislingen beweist eindrucksvoll, dass ein kaputter Schalter noch lange kein Grund für die Mülltonne ist – und dass die beste Reparatur meistens die ist, die man gemeinsam bei einer Tasse Kaffee erledigt. clipscityplus.com 02.05.26
